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Neue Ideen für eine Branche im Wandel

Für den Detailhandel war die ORNARIS, die einzige Order- und Netzwerkplattform in der Schweiz, einmal mehr das geschäftliche und gesellschaftliche Epizentrum. Die Retail-Show fand vom 13.-15. Januar 2019 auf dem BERNEXPO-Gelände statt. Neben Präsentation und Kauf der neuen Frühjahrskollektionen in den Bereichen Wohnaccessoires, Floristik und Papeterie sowie den neusten Trends bei Schmuck, Mode oder Spielwaren wurde auch intensiv über neue Konzepte und Chancen für die Branche diskutiert.

Das neue Jahr hat erst angefangen und schon werden täglich zwischen Rückblick und Ausblick zahlreiche Studien, Prognosen und Meinungen publiziert. Im Fokus: der Detailhandel. Eines jedoch kristallisierte sich auch an der ORNARIS heraus: So vielfältig wie die Wünsche der Konsumenten und das Angebot sind, so unterschiedlich auch die Herausforderungen und Chancen. Grosse Anbieter punkten heute nicht nur mit ansprechenden saisonalen Kollektionen, sondern vor allem auch mit hohem Tempo und Omni-Channel-Strategien. Was in den letzten drei Tagen in Bern bestellt wurde, ist auf Wunsch innert weniger Tage auch in grossen Mengen lieferbar. So können Geschenkboutiquen, Blumenläden, Papeterien, Hotels oder Gastrobetriebe rechtzeitig auf die kommenden Geschenk- und Feiertage hin ihre Kunden mit frischen Ideen begeistern. 

 

Smarte Produkte, Nachhaltigkeit und überzeugendes Design

Neben bewährten Lifestyle-Produkten bestätigte sich auch der Trend hin zu gut gedachten und gemachten Produkten. So zeigte sich an einer Vielzahl engagierter Produzenten und Designer, dass Fair Trade, Nachhaltigkeit und Design schon lange keine Widersprüche mehr sind. Smarte Rucksäcke aus Gewebe von recycelten PET-Flaschen, die erste ökologische Kinder-Knete oder handgemachte Taschen und Hüte der karibischen Wayuu-Indigenen, welche bereits von der New York Times als Kultobjekt geadelt wurden, präsentierten sich neben einigen anderen Produkten als spannende Neuheiten in der Sonderschau O-Trends.

 

Produkte fern von der grossen Massenproduktion
Gerade in den Bereichen Fresh Ideas & Design sowie O-Starter gab es zahlreiche Aussteller, die sich ebenfalls mit nachhaltigen Themen identifizieren. Jonas von Arx, Messeleiter der ORNARIS, erklärt die Plattformen: «Hier können junge Design-Firmen beziehungsweise Produzenten ihre Produkte zu attraktiven Konditionen ausstellen, sofern sie die definierten Bedingungen erfüllen. Damit möchten wir nicht nur mutige Konzepte und kreative Köpfe fördern, sondern uns auch klar für Swissness starkmachen.» Eines dieser Unternehmen ist das Berner Label «Swiss Wood Maps», welches Schweizer Seen und Flüsse in Form von dreidimensionalen Karten auf lokales Birnenholz lasert. Jedes Stück ist damit ein Unikat: «Handcrafted in Switzerland ist unser Credo», sagt Lukas Liechti, Mitgründer der Firma. Seine Geschäftspartnerin Simona Baumgartner ergänzt: «Wir wollen zeigen, dass es wichtig ist, unsere Seen und Flüsse zu schützen.» Gerade wegen solchen Produkten besucht auch Erich Geisser von «Changemaker» die ORNARIS. Der Name verpflichtet: «Wir verkaufen nur schöne Produkte mit schönen Geschichten dahinter – Massenware gibt es bei uns nicht. Hier finde ich auch lokal gefertigte Objekte, die es nicht überall gibt.»

 

Langjährige Partner sind zufrieden
Neben den spannenden Newcomern kommen zahlreiche Aussteller seit Jahren an die ORNARIS. Eine davon ist Franziska Bründler von Fidea Design. Seit elf Jahren hat sie ihren Stand an der ORNARIS und ist sehr zufrieden: «Es herrschte eine positive Stimmung, Die Besucherinnen und Besucher bestellten gut – vor allem aber waren viele wichtige, professionelle Einkäuferinnen und Einkäufer vor Ort.» Seit 40 Jahren dabei ist die Firma Schlittler. Sie stellt Accessoires für Floristik und Dekoration her und vertreibt diese auch. Geschäftsführer Markus Völkle zeigt sich bezüglich der aktuellen Lage im Detailhandel rational, aber zuversichtlich: «Die Welt wandelt sich – es gilt, sich auf Neues einzustellen, entsprechende Antworten und neue Geschäftsmodelle zu finden». Was rät er Händlern? «Es  braucht zukünftig mehr Eigenständigkeit und ergänzende Dienstleistungen, sowie höhere Ansprüche in der Auswahl der Waren».


Umbruch? Aufbruch!
All diese Einflüsse waren auch Thema im ORNARIS-Forum. Hier wurden nicht nur aktuelle Trends, sondern auch die Zukunft thematisiert. Mit dem Referenten Tibor Kiss war ein Speaker vor Ort, der aus der Generation Z stammt. Sie wird in ein paar Jahren zur stärksten Kaufkraft gehören. Er berät Unternehmen, zeigt ihnen wie seine Generation zu erreichen ist und vor allem, was sie sich vom Detailhandel wünscht. Der etablierte Style-Journalist und Concept-Store-Inhaber Jeroen van Rooijen erzählte über Storytelling 2.0 im Einzelhandel («Authentizität, Unverkennbarkeit, Identität und eine präzise Aussage sind gefragt») oder Jean Daniel Strub vom Innovationsethik-Lab Ethix zeigte auf, wie Design und Ethik zueinanderfinden.
Interaktivität und Abwechslung sowie Nachwuchs gab es auch in der NEO-Werkstatt von Meisterflorist Philipp von Arx. Gemeinsam mit den Gewinnern der Swiss Skills präsentierte er die Blumen-Trends für 2019: Knallige, bunte Neon-Farben – ganz im Zeichen von Power, Umbruch und: Aufbruch!
Die nächste ORNARIS findet vom 18.-20. August 2019 traditionell in Bern statt. Im Januar 2020 wird die Retail Design Show dann wieder in Zürich durchgeführt. Wer sich bis zur nächsten Ausgabe über neue Produkte und Trends informieren möchte, findet diese auf dem ORNARIS-Blog.

 

Medienschaffende können die Mitteilung auf diesem Link downloaden (Word und PDF).