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Ornaris Blog

Glasperlenspiel

VANTO zeigt eine nachhaltige, von Pop-Art inspirierte Ohrring-Kollektion aus recyceltem Plexiglas.

«PMMA» steht für Polymethylmethacrylat – ein transparenter, thermoplastischer Kunststoff – sogenanntes Plexiglas. Dieses wertet die Bieler Designerin Veronica Antonucci unter ihrem Label «VANTO» zu Schmuck auf. Sie kauft bei Leuchtschriftenproduzenten kiloweise PMMA-Reststücke und presst diese zu neuen Platten. Mit einem Laser schneidet sie daraus geometrische Formen, die schliesslich Menschen mit Behinderung in der Bieler Stiftung Dammweg zu Ohrringen montieren. Ihre Kollektion, die sie erstmals an der ORNARIS zeigt, ist inspiriert von der Schweizerischen Pop-Art der Sechzigerjahre um Kunstschaffende wie Susi und Ueli Berger, Markus Raetz oder Urs Lüthi.

Der leichtgewichtige Schmuck ist ein lustvolles Spiel aus organischen und geometrischen Formen, von massig bis minimalistisch. Das Modell «Cindy» in goldfarbener Spiegeloptik etwa zeigt, wie edel einstiges Plexiglas wirken kann, «Pika» ist aufregend exzentrisch und in einer Kombination aus Weiss und Gold oder in neonleuchtendem Blau erhältlich. Die frischen, bunten VANTO-Stücke sind auffällige Leichtgewichte, die man nach dem Tragen am liebsten nicht in einer Schatulle verstaut, sondern bei Licht ausstellt, um den Wechsel von Transluzenz und Reflexion zu beobachten. Erhältlich sind die Ohrringe in unzähligen Farbnuancen, Farbkombinationen und Oberflächen von spiegelglatt bis matt. So steht der nachhaltige Schmuck für Individualität – dem eigentlichen Luxus unserer Zeit.

Text: Lilia Glanzmann

Fotos: Nils Sandmeier

Aussteller: Vanto