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Ornaris Blog

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Anina Mutter aka Nachhaltigkeits-Detektivin

Als Bloggerin, die sich für alle Themen rund um die Nachhaltigkeit engagiert, fühle ich mich immer mal wieder wie eine Detektivin. Im Dschungel des unendlichen Angebots suche ich nach den Alternativen, die versuchen etwas besser zu machen.

Besser zum Beispiel im Sinne von ökologischer oder sozialer als andere Produkte und Dienstleistungen. Faire, lokale, biologische, ressourcenschonende oder innovative Lösungen sind das, was mich interessiert. Natürlich war mein Fokus an der ORNARIS auch dementsprechend ausgerichtet; ich hatte es mir zum Ziel gemacht, die nachhaltigen Angebote herauszupicken und ihnen auf diesem Blog eine Plattform zu geben. Die guten News: Ich wurde durchaus fündig! Die schlechten News: Die ORNARIS war schlichtweg zu gross, um sich an einem Nachmittag einen kompletten Überblick verschaffen zu können. Nachfolgend eine kleine Auswahl meiner Trouvaillen:
 

Nachhaltige Trouvaillen an der ORNARIS
 

1. Mahler & Co. – feine Biowaren seit 1963

 

Mahler & Co. sind alte Bekannte für mich. Ich kenne diese tolle Marke schon seit einiger Zeit und schätze ihre wunderbaren, nachhaltigen Produkte, die sie schon seit 1963 verkaufen, sehr. So können bei Mahler & Co. biologische Lebensmittel online nach Hause bestellt werden – direkt von den Produzenten, die Mahler & Co. seit Jahren persönlich kennen. Sie waren mit von den Ersten in der Schweiz, die ausschliesslich biologisch produzierten, und gehörten zu den Ersten, welche biologische Produkte von anderen Herstellern vertrieben. Bei Mahler & Co. kommen nur die besten und nachhaltigsten Produkte ins Sortiment. So viel Engagement finde ich mehr als sympathisch. Und PS: Die Curry-Cashew-Nüsse haben Suchtgefahr. 

 

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2. Elephbo – nachhaltige Einzelstücke aus Zementsack

 

Am Stand von Elephbo hatte ich ein besonders sympathisches Gespräch. Der Gründer von Elephbo, Nicolas Huxley, erzählt mir mit strahlenden Augen, wie er in Kambodscha auf Reisen war und ihm die grosse Menge an Baustellenabfall aufgefallen war. Bald war Elephbo geboren und damit die Möglichkeit, die Zementsäcke als Basis für stylische Accessoires zu verwenden. Elephbo legt grossen Wert auf eine faire Produktion, welche zum Beispiel sichere, saubere und faire Arbeitsstätten bei allen Mitarbeitern sicherstellt, und auf eine umweltgerechte und nachhaltige Produktionsweise, angefangen bei der Verarbeitung der Zementsäcke bis hin zu den Transportwegen, Wert legt. Durch das Recycling dieser Zementsäcke stellt Elephbo hochwertige Produkte her und trägt so nicht nur zu einer besseren Umwelt bei, sondern schafft auch zusätzliche Arbeitsplätze in Kambodscha. Wo sich Style und Nachhaltigkeit treffen, da bin ich immer vorne mit dabei! Mein All-Time-Favorit von Elephbo ist übrigens erst als Prototyp zu bestaunen – ich sage ihm aber eine glückliche Zukunft bevor. Nicolas hat da einen kleinen Rucksack gezaubert, der sich von der bisherigen Kollektion in seiner Form ziemlich abhebt und dank den Zementsäcken aber trotzdem im typischen Elephbo-Style glänzt. Begehrenswert auf den ersten Blick!

 

 

3. Naturtrends Manufaktur – Aromabalsam aus Bio-Rohstoffen

 

«No Drama Lama» – hä? Das ist mein Lieblingsduftie von der Naturtrends-Manufaktur, die Aromabalsame aus biologischen Rohstoffen herstellt. Die Dufties sind entweder für die Seele, als Seelenbalsam, für den Körper als Pflege- oder Massagebalsam, als Rettungskombi für Seele und Körper oder ganz einfach als Naturparfumbalsam zu verwenden. Der Messestand von der Naturtrends-Manufaktur ist eine wahre Explosion von Farben – Hunderte, wenn nicht Tausende kleine Duftie-Töpfchen warten darauf, entdeckt zu werden. Da ist vom «Happy Zappelkind» – Puls- und Fussbalsam, bis zum «Happy Calendul» – Hautpflegebalsam und dem «Happy Sporty» – Muskelpflegebalsam, so ziemlich für alle etwas dabei. Und ja, es kommt noch besser: Die Dufties sind aus 100% naturreinen ätherischen Ölen, kombiniert mit biologischen Pflanzenfetten wie Kokosöl oder Sheabutter. Jeder Duftie hat seine eigene Entstehungsgeschichte, wie es dazu kam, dass er nun mit seinem Duft Herz, Psyche oder Körper von Gross und Klein unterstützen darf. I like!

 

 

Bildergalerie Bildergalerie Naturtrends 2

 

 

4. Korn.haus – Ausbildung, Integration & Wohnen

 

Das Korn.haus ist ein spezialisierter Produktions- und Dienstleistungsbetrieb mit Ausbildungs- und Wohnplätzen für Menschen mit einer Beeinträchtigung. Sie arbeiten, seit über 40 Jahren, handwerklich mit Naturprodukten in Demeter- und Knospe-Qualität, sowie mit nachhaltigen, ökologischen und regionalen Rohstoffen. Das Korn.haus verfügt über eine Bäckerei, eine Schreinerei, ein Nudelgeschäft und ein Bio-Fachgeschäft. Besonders angetan hat es mir nicht nur dieses wunderbare Konzept, sondern auch die absolut fantastische Bündner-Nusstorte, die sich immer wieder von ganz alleine in meinen Einkaufskorb schmuggelt. Einfach nur gut!

 

 

5. CIRCLE – The Sustainable Hub

 

Auch ein bekannter Name im nachhaltigen Bereich ist «CIRCLE – the Sustainable Hub». Sie beschreiben sich selbst als «der anständigste Laden der Welt» – so bietet CIRCLE ausschliesslich Produkte an, die keinerlei Leid verursachen und nichts und niemanden ausbeuten. Weder Mensch noch Planet. CIRCLE ist aber nicht nur ein Concept-Store für einen nachhaltigen Lifestyle, sondern versteht sich auch als Plattform für Produzenten von Markenartikeln, die verstanden haben, dass der Raubbau an Mensch und Umwelt nicht mehr länger hinnehmbar ist. Es ist Zeit für neue Lösungen und die finden sich bei CIRCLE auf jeden Fall. Mein persönliches Highlight: Die tollen Fair-Fashion-Kollektionen von HoodLamb und Bleed.

 

 

Bildergalerie Bildergalerie CIRCLE

 

 

Diese fünf Trouvaillen stehen stellvertretend für das spannende und inspirierende, nachhaltige Angebot, das ich zwischen den über dreihundert Ausstellern ausfindig machen konnte. Es stimmt mich positiv, dass es immer mehr nachhaltige Händler gibt, die Produkte anbieten, die es mit dem Mainstream-Markt mehr als nur aufnehmen können. Ein Spaziergang durch die ORNARIS hat sich wohl schon immer gelohnt – aber mit der Aussicht auf tolle, nachhaltige Produkte, lohnt es sich nun gleich doppelt. 

 

Text: Anina Mutter, Bloggerin