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Trends an der ORNARIS Bern ‘11
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von Lilia Glanzmann c/o Hochparterre
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Global – lokal Der Trend? Es wimmelt von Trends. Sie befinden sich zwischen Retro und Avantgarde, zwischen Kunsthandwerk und Hightech und zwischen dem Produkt aus der Region und dem globalen Angebot. Die Konstante: Das Angebot von rezyklierten und nachhaltig produzierten Artikeln wächst kontinuierlich.
Schmuck: Stein der Weisen Halbedelsteinen werden besondere Wirkungen nachgesagt: Der blaue Jaspis soll die Fantasie fördern, der Türkis gilt als Stein der Reisenden und der Rosenquarz steht für Fruchtbarkeit. Energiegeladene Schmuckstücke sind wieder im Kommen, als Glasperlen-Ohrringe ebenso wie als filigrane Colliers. Im Trend sind neben dem Antiksilberlook auch Naturmaterialien wie Kork oder Holz. Hotspots sind Spann-Bracelets. Farben: Türkis, Pink und Lilatöne, aber auch die Transparenz von Kristall und Glas.
Mode: Ewige Liebe Die Winterfarbe heisst Rot. Von dramatisch bis edel, von purpur- bis zinnoberrot. Ob als Kleid mit voluminösen Ärmeln, als strenge Lederkombination oder in der puristischen Variante – die Farbe der Liebe zeigt sich facettenreich. Der zweite, ebenso grosse Farbfavorit ist Camel in allen Schattierungen, gefolgt von weiteren Erdtönen sowie Schwarz und Weiss. Materialien: Wollgemisch, Seiden-Chiffons, Viskose und Leinen.
Wohntextilien: Farbrausch Blockstreifen, Blumenmuster, Bananenprints. Galt es früher, nie mehr als zwei Muster miteinander zu kombinieren, bekommen wir heute nicht genug davon. Durch bunt gemusterte Kissen lassen sich im Wohnzimmer Akzente setzen. Diese Lust am Mustermix erweckt ein altes textiles Handwerk zu neuem Leben: Patchwork liess uns unlängst noch an Hippies und selbstgebastelte Tischdecken denken. In Wirklichkeit hat Patchwork aber schon längst das Interesse der Designer geweckt. Farben: Kräftige Orange-, Rot-, Grün- und Blautöne sowie ein Schuss sattes Lila. Materialien: Alpaka Wolle, Seide, Ramie, Baumwolle.
Tisch, Küche und Haushalt: Gegensätze ziehen sich an Wichtige Umsatzträger sind neben Utensilien wie Keramikmesser vermehrt auch Geräte wie der strombetriebene Pizzaofen für den Haushalt, Accessoires wie die Bobble-Trinkflasche mit auswechselbarem Filter oder hochwertige Koch- und Backzutaten als Geschenkartikel. Im Tischdekorbereich harmoniert, was scheinbar nicht zusammenpasst. Ein expressiver Stil spielt jung und vorbehaltlos mit Farb-, Stil- und Materialwelten. So trifft Afrika auf Indien, Handwerk auf Hightech: Tigermuster auf Paisley, eine Pfeffermühlen-Babuschka aus Holz auf eine Mikrowellen taugliche Lunchbox, kunsthandwerkliche Käsebretter auf eine Solarwaage oder Kochlöffelhalter aus Filz auf eine metallisierte Take-away-Nylontasche. Materialien: Kautschuk, Gummi, Hightech-Keramik, Silikon, Nylon, Holz, Bambus, Rattan, Bast.
Papeterie: Punkten mit Papier Feine Materialien, präzise Handarbeit, individuelle Einzelstücke: Hochwertige und haptisch ansprechende Schreibgeräte, Papiere und Bastelmaterialien treffen genauso den Nerv der Zeit wie ausgereifte digitale Lösungen. Über allem steht das Bedürfnis nach Perfektion, Individualität und bleibenden Werten. Tradition, Klassik und Natur zählen auch beim Geschenkpapier. Sterne, Karos und Girlanden sind die beliebtesten Sujets, Hirsch und Ren liegen weiterhin gut im Rennen. Oblatenbilder wie anno dazumal sind wieder hoch im Kurs. Die Tausch- und Sammelbildchen gibts auch als Grusskarten, Raum- oder Tischdekoration – und für Weihnachten natürlich auch mit Glimmer. Farben: Milchige Farbwelt zwischen Mint und Lila, aufgemischt von intensivem Gelb. Materialien: Zart gefärbte Kunststoffe und Transparenzfolien, Plastik, pastellfarbenes Leder, Satin, Baumwollbänder, Bütten- und Ingrespapier, dezente Leinenstrukturen für Papier und Textil.
Beauty und Wellness: Traditionsbehaftet Ob das Duschgel aus der Provence, die Badezusatz-Törtchen oder aber die essbaren Bio-Blütenblätter: Produkte werden in Kleinmanufakturen oder nach alten Rezepten hergestellt und in nostalgischen Verpackungen präsentiert – es zählen die Erinnerungen und die Geschichten – Storytelling. Bioqualität ist hier besonders gefragt. Aromen: Lavendel, Orangenblüten, Sandelholz, Vanille, Apfel-Zimt.
Floristik: Landliebe Innerhalb der eigenen vier Wände verbessern Wasser und grüne Wände das Raumklima. Dabei überzeugt aparte Schlichtheit. Ländlich inspirierte Floristik ist gefragt wie nie, denn es ist die Sehnsucht nach Idylle, nach einem ruhigen, überschaubaren Leben jenseits des hektischen Alltags, die uns treibt. Farben: Creme, Weiss, Blau, Hellgrün.
Kunsthandwerk: Heimweh Arme Seelen, Sennetuntschi, Wätterschmöcker – mystische Schweizer Filme locken das Publikum ins Kino. Auch Designer inspiriert dieses Revival alter Bräuche und der Handwerkskunst: Filzen, Drechseln, Flechten und rohe Materialien sind wieder chic. Das Verlangen nach Althergebrachten äussert sich ebenso in der Bildsprache. Textilien und Accessoires werden mit traditionellen Motiven bedruckt. Materialien: Jute, Rosshaar, Wolle, Holz, Peddigrohr.
Spiele: Generationenwechsel Ein kleiner Helikopter, der mit dem iPhone gesteuert wird oder ein Feuerzeug, das mittels USB-Verbindung zündet: Solche Gadgets gehören zur neuesten Generation der Spielzeuge für Erwachsene. Kinderspielzeuge hingegen sind aus rustikalen Materialien. Das Laufrad, die Kugelbahn oder das Gesellschaftsspiel sind aus Holz oder gar Bambusrohr. Statt auf Massenware setzt man auf Qualität und auf den pädagogischen Wert.
Weihnachten: Heile Welt Neben traditionell bemalten Glaskugeln, Pilzen und Lebkuchenhäuschen hängen Fische, Herzen oder Skifahrer und Schlittelfiguren am Weihnachtsbaum. Zu Gold, Silber und Rot kommen dieses Jahr auch Pastellfarben und – Engelshaar als altneuer Baumschmuck. Als Dekorthema meldet sich die Lebkuchen-Romantik zurück. Attraktiv sind die zahlreichen Neuinterpretationen von Adventskalendern. Farben: Gold, Silber, Rot und Pastellfarben. Materialien: Glas, Papiermaché, Kunstharzfiguren.
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